KUNST TUT GUT!

Mit der Ausstellungsreihe „SingenKunst“, die sich zum Klassiker unter den Überblicksausstellungen zur zeitgenössischen Kunst im westlichen Bodenseeraum entwickelt hat, hat sich der Kunstverein als feste Institution in Singen sowie über die regionalen Grenzen hinaus etabliert. Die jährlichen Jahresgaben, aber auch der 2016 initiierte Kunststammtisch gehören zu jenem vielfältigen Programm, das der Kunstverein für seine Mitglieder bereithält.

Nun möchte der Kunstverein ein weiteres Angebot in sein Programmpaket schnüren und beherzt die Tradition der in der Vergangenheit veranstalteten Kunstfahrten zu neuem Leben erwecken: Kunstreisen mit organisierten Ausstellungsbesuchen und exklusiven Führungen sollen Kunst- und Kulturinteressierten künftig verstärkt die Möglichkeit bieten, auf einfache und unkomplizierte Weise zur Kunst - zu Künstlern, Ausstellungen und Museen von nah bis fern zu kommen. Aktuellen wie zukünftigen Mitgliedern immer wieder neue Perspektiven auf die Kunst zu eröffnen und den persönlichen Austausch über das Thema Kunst zu fördern: Da ist seit jeher ein Anliegen des rund 250 Mitglieder umfassenden Vereins.

Die Weichen für die Erneuerung der beliebten Tradition der gemeinsamen Kunstreisen wurden im vergangenen November gestellt, als es mit rund 50 kunstbegeisterten Teilnehmern nach Colmar, ins Museum Unterlinden ging.

Anlass dazu gab nicht nur der von den Schweizern Stararchitekten Herzog & de Meuron neugestaltete Erweiterungsbau des elsässischen Vorzeigemuseums, in dem seit Januar 2016 zeitgenössische Kunst präsentiert wird. Vielmehr bildete die Möglichkeit, den weltberühmten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im Jahr seines 500jährigen Bestehens zusammen mit Werken von Otto Dix, einem der größten deutschen Künstler, im Jubiläumsjahr seines 125. Geburtstags, zu besichtigen, die ausschlaggebende Motivation für den Besuch.

Ein geführter Rundgang Grünewalds Meisterwerk wie auch zur Ausstellung „Otto Dix – Isenheimer Altar“ veranschaulichte auf eindrückliche Weise den Einfluss dieses Hauptwerks der deutschen Kunst des späten Mittelalters auf Otto Dix` gesamtes künstlerisches Werk und führte vor Augen, dass Dix wie kaum ein anderer Künstler seiner Zeit derart empfänglich für die gestalterische Wucht des Altars war. Nicht zuletzt freuten sich die Teilnehmer - nicht ganz ohne Stolz - über das Wiedersehen mit Otto Dix` Farbentwurf zum 1960 entstandenen Singener Wandbild „Krieg und Frieden“. Als Leihgabe des Kunstmuseums Singen hing es in der Ausstellung des Colmarer Museums.

Der große Erfolg dieser ersten Kunstreise befeuert den Kunstverein, bereits die nächste Fahrt in Angriff zu nehmen. Diese soll im Frühjahr 2017 stattfinden und sowohl Mitgliedern wie auch Nichtmitgliedern offen stehen. Man darf auf das Reiseziel gespannt sein und bereits mit Vorfreude auf ein attraktives Gesamtpaket blicken, mit gebuchtem Bus, organisierten Führungen Stadtbummel, Café oder Mittagessen. Und auch der Austausch unter den Mitgliedern und erhellende Gespräche über „die“ Kunst gehören zur Ausfahrt dazu.